Olgabad 23.11.09 Schwarzwälder Bote

Bad Wildbad - "Singende Krankenhäuser" im Olgabad

Bad Wildbad - »Das Singen hat mit Gemeinschaft zu tun« – so lautet die Philosophie von Diplom-Musiktherapeut Wolfgang Bossinger (Ulm) als Vorstand in der »Deutschen Stiftung Singen« und Projektleiter der »Canto Initiative Singende Krankenhäuser«.
Als erste Klinik in Bad Wildbad holte Berthold Höhn, Verwaltungsleiter der »Olgabad-Rehaklinik«, den Experten in die Kurstadt, um die Mitarbeiter in ein Sing-Projekt einführen zu lassen. Natürlich in der Absicht, dieses auch tatsächlich auf den Weg zu bringen, wozu sich schon rund 15 der 55 Mitarbeiter bereit erklärt haben.
Ein besonderes Entgegenkommen und soziales Engagement der Klinik ist die Bereitschaft, die Sing-Treffs in zweiwöchentlichem Rhythmus innerhalb der bezahlten Arbeitszeit ablaufen zu lassen.

Singen als Fitness-Indikator

In seinem Referat sah Bossinger das Singen als Fitness-Indikator und als eine gute Möglichkeit zum Abbau von Stresshormonen sowie als Auslöser eines »Glückscocktails im Gehirn des Menschen«.
Das gemeinsame Singen führe zu einer Zunahme der gegenseitigen Emphatie und damit zur Bereitschaft, sich besser in die Einstellung und in das Empfinden anderer Menschen einzufinden. Eigenschaften also, die für den Umgang zwischen Mitarbeitern und mit Patienten in der Klinik ganz besonders gefordert sind. Dazu hin sei das gemeinsame Singen ein erfolgreiches Entspannungstraining und erzeuge ein Gefühl der Verbundenheit.

Sowohl für Mitarbeiter als auch für Patienten

»Wo gesungen wird, ändert sich die Zusammenarbeit der Mitarbeiter«, zeigte sich Musiktherapeut Wolfgang Bossinger überzeugt und kam auf die Erfolge schon gelaufener und noch in der Entwicklung befindlicher Projekte sowohl für Mitarbeiter als auch für Patienten zu sprechen.
Die interessierten Mitarbeiter, unter ihnen auch Chefarzt Rüdiger Blumenstein und Verwaltungsleiter Berthold Höhn, hörten nicht nur aufmerksam das Referat, in dem Wolfgang Bossinger auch das Projekt »Singende Krankenhäuser« vorstellte. Nach einem kurzen Entspannungstraining ließen sie sich sogleich für das mit der Gitarre, mit der Querflöte und auf dem E-Piano begleitete Singen und Tanzen begeistern – und zwar mit motivierenden Liedern sowie mit leicht einprägsamen afrikanischen Weisen und Rhythmen.
(rz) 23.11.2009 - aktualisiert am 23.11.2009 12:34


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