internationales Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitseinrichtungen
Wir engagieren uns seit Anfang 2009 international für die Verbreitung heilsamer und gesundheitsfördernder Singangebote an Krankenhäusern, Psychiatrien, Rehakliniken, Altersheimen, Behinderteneinrichtungen, Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen. Unsere Vision ist ein Gesundheitswesen, in dem den Menschen die heilsame Kraft des Singens erlebbar gemacht wird.
Wir bieten » Weiterbildungen zum Singleiter / zur Singleiterin für interessierte Menschen an, die im Gesundheitsbereich tätig sind und zertifizieren darüber hinaus Gesundheitseinrichtungen, in denen Singen gefördert und therapeutisch angewendet wird, z.B. als „Singendes Krankenhaus“ oder „Singendes Altersheim“. Außerdem erforschen wir in international und interdisziplinär angelegten Forschungsprojekten die gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens.
» Grusswort unserer Schirmherrin Gerlinde Kretschmann
Hier können Sie unseren » Newsletter abonnieren, um regelmässig über aktuelle Entwicklungen unseres Netzwerks informiert zu werden.
Aktuelle Informationen zu Singende Krankenhäuser e.V.
1. Schwerter Nacht der spirituellen Lieder
Am 02.06.2012 von 20.00 bis 24.00 Uhr, St. Christophorus-Kirche, Rosenweg 75, 58239 Schwerte-Holzen
» Flyer [608 KB]
1. Innviertler Nacht der spirituellen Lieder
Am 15.06.2012 von 20.00 bis 23.00 Uhr, Bei den Franziskanerinnen, Am Kapuzinerberg 19, A-4910 Ried im Innkreis
» Flyer [756 KB]
2. Göppinger Nacht der heilsamen Lieder
Am 17.11.2012 von 19.00-23.00 Uhr, in der Stadthalle Göppingen, Märklinsaal, Blumenstr. 41, 73033 Göppingen
3. Internationale Jahreskonferenz von Singende Krankenhäuser e.V.
Vom 17.04.2013 bis 20.04.2013, im Herrensaal der Klinik Christophsbad Göppingen
mit anschliessender 3. Göppinger Nacht der heilsamen Lieder am Samstag, 20.04.2013
» Flyer [209 KB]
Wichtige Informationen zu Singende Krankenhäuser e.V.
» Infoflyer mit Beitrittsformular [1.904 KB]
» Informationsbroschüre "Wer wir sind" - auch für Journalisten und Förderer [2.811 KB]
» Zertifizierungrichtlinien für Gesundheitseinrichtungen [98 KB]
» Informationen zum Aufbau eines Singprojekts [407 KB]
Blog Singende Krankenhäuser
Freitag, 18. Mai 2012
Zertifizierung des ersten Singenden Heimes in Deutschland

Am Dienstag 15.Mai wurde mit dem Christophsheim in Göppingen das erste Singende Heim in Deutschland zertifiziert, durch Gerlinde Kretschmann, Schirmherrin von Singende Krankenhäuser und Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, sowie die Vorstände Katharina Neubronner und Wolfgang Bossinger. Eingebettet war dieser Akt in die 160 Jahr-Feier der Klinik Christophsbad, die auch Träger des Christophsheimes ist.
Gerlinde Kretschmann übergab die Urkunden an die Heimleiterin Frau Everts, den Geschäftsführer Bernhard Wehde, sowie den Beichstleiter Dr. Wagner. Das Christophsheim ist eine Heim für chronisch-psychisch und neurologisch kranke Menschen. Die Feier wurde auch umrahmt von dem Chorprojekt Sing to be happy (einem Chor aus Patienten, ehemaligen Patienten und Menschen aus der Gemeinde. www.singtobehappy.de
Gerlinde Kretschmann sang und schunkelte spontan bei einem Lied zusammen mit dem Chor.
Mittwoch, 9. Mai 2012
Finanzierung der Singangebote durch die Kranken- und Pflegekassen
Die gesundheitsfördernden Effekte des Singens stoßen nicht nur in der Wissenschaft auf immer größeres Interesse, auch die Kostenträger im Gesundheitswesen entdecken das Singen so langsam als kostengünstiges Mittel zur Förderung der Selbstachtsamkeit und der Gesundheitsprävention.
Singende Krankenhäuser e.V. hat ebenfalls ein großes Interesse daran, die Kassen an der Finanzierung der vergleichsweise günstigen Singangebote in Gesundheitseinrichtungen zu beteiligen und vereinzelt geschieht dies personenbezogen bei Versicherten mancher Kassen bereits, wenn sie an einrichtungsfinanzierten Singgruppen in Krankenhäusern oder Reha-Kliniken teilnehmen.
Vor kurzem ist es erstmals gelungen, dass eine Selbsthilfegruppe im Kreis Leonberg für den Aufbau und die Durchführung eines Singangebots für Menschen mit Multipler Sklerose Projektgelder in Höhe von über 800 Euro durch die AOK Stuttgart-Böblingen erhalten hat. Eine zertifizierte und von uns vermittelte Singleiterin aus dieser Region wird dort in wenigen Wochen das heilsame Singen zusammen mit einer Kollegin anbieten.
Hierbei handelt es sich um die kassenindividuelle Förderung (Projektförderung) nach § 20c SGB V. Antragsunterlagen für die Förderung der örtlichen/regionalen Selbsthilfegruppen können bei jeder Krankenkasse abgeholt werden.
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle und halten Sie uns bitte auf dem Laufenden, wenn etwas Derartiges auch in Ihrer Region erreicht werden kann.
Desweiteren gibt es seit der Pflegereform im Jahr 2008 neue Fördermittel, die speziell für demente sowie psychisch und geistig behinderte Menschen wegen des wesentlich höheren Betreuungsaufwandes von den Pflegekassen bereitgestellt werden. Dies sind die sogenannten zusätzlichen Betreuungsleistungen gemäß § 87b SGB XI. Das Pflegeheim erhält pro betreuter Person von den Pflegekassen einen Vergütungszuschlag, für die es eine Einzel- oder Gruppenbetreuung anbieten muss. Dieser Zuschlag liegt je nach Bundesland bei monatlich zwischen 90 bis 120 Euro pro Heimbewohner. Aktivierungsstunden mit gemeinsamem Singen und Musizieren zählen ebenfalls dazu, denn laut der GKV-Richtlinien „kommen Maßnahmen und Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden, den physischen Zustand oder die psychische Stimmung der betreuten Menschen positiv beeinflussen können“. In dieser Form können Singangebote an Altenpflegeeinrichtungen also auch von den Pflegekassen finanziert werden.
Allerdings dürfen diese zusätzlichen Betreuungsangebote nur von qualifizierten Alltagsbetreuern durchgeführt werden. Hierfür müssen nach § 4 der Richtlinien ein vierwöchiges Orientierungspraktikum und eine mehrmonatige Fortbildung durchlaufen werden. Wer jedoch über ausreichende und nachweisbare Erfahrung im Umgang mit dementen oder behinderten Menschen verfügt, kann sich auch ohne Zusatzqualifikation als Alltagsbetreuer anerkennen lassen. Dies gilt ebenfalls für Berufstätige, die in Altenheimen arbeiten und über eine entsprechende Berufsausbildung verfügen (Altenpfleger, Krankenpfleger etc.).
Einen Link zur Homepage des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Richtlinien zu den Anforderungen von zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeheimen finden Sie in der Überschrift zu diesem Beitrag.
Sonntag, 22. April 2012
Neuer Sammelband: Musik, Wohlbefinden und Gesundheit
Oldenburg. Welche gesundheitliche Relevanz haben Beschäftigungen wie Musikhören, Singen, Tanzen oder Musizieren für diejenigen, die es nicht professionell betreiben? Die Beantwortung dieser Frage führt nicht nur geradewegs zur Musiktherapie, sondern weit darüber hinaus in ein breites Spektrum von Anwendungen zwischen öffentlicher Gesundheit, Vorsorge, Pädagogik und Nutzungen von Musik in zahlreichen klinischen Bereichen. Davon zeugen die 34 Kapitel eines bei Oxford University Press erschienenen Sammelbandes, der den wissenschaftlichen Stand der Beziehungen zwischen Musik und Gesundheit beleuchtet. Mitherausgeber, Autor und Ko-Autor von vier Kapiteln des Bandes ist Prof. Dr. Gunter Kreutz, Hochschullehrer der Universität Oldenburg für Systematische Musikwissenschaften.
Gemeinsam mit seinen britisch-kanadischen KollegInnen Raymond MacDonald und Laura Mitchell konnte er international hoch angesehene AutorInnenen für das Projekt gewinnen. Das Buch richtet sich vor allem an Sozial- und GesundheitswissenschaftlerInnen sowie an Studierende. "Viele der Kapitel zeigen unmissverständlich die Notwendigkeit systematischer Forschungsprogramme auf", erklärt Kreutz. Doch klar sei, dass der Verzicht auf musikalische Interventionsmöglichkeiten eine Vernachlässigung wissenschaftlich erwiesener therapeutischer Potenziale bedeute. "Insofern dürfte der Band – gerade in Zeiten des demographischen Wandels – einen wichtigen Diskussionsbeitrag liefern", so der Wissenschaftler.
Samstag, 21. April 2012
Vorstellung von Singende Krankenhäuser in Berlin beim Patientenbeauftragten der Bundesregierung Wolfgang Zöller am 20.4.2012

Katharina Neubronner und Wolfgang Bossinger, Vorstände von Singende Krankenhäuser e. V. präsentierten auf Einladung von Wolfgang Zöller, dem Patientenbeautragten der Bundesregierung und Mitglied des Bundestages Singende Krankenhäuser beim Berliner Tag der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher.
Gekommen waren mehr als 200 Fürsprecher, von Kliniken der gesamten Bundesrepublik, die sich für die Rechte der Patienten einsetzen. Der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller ist selbst begeisterter Sänger eines 100 Mann starken Männerchores und hatte bereits schon einmal begeistert an einer Singgruppe der Singenden Uniklinik Köln teilgenommen. Wolfgang Bossinger stellte zunächst in einem Vortrag mit Filmbespielen die Arbeit von Singende Krankenhäuser vor und anschließenden funktionierten Katharina Neubronner und er den Saal mit den 200 Patientenfürsprechern in ein Singevent um. Die Fürsprecher waren fasziniert, wie schnell es möglich ist, sogar mehrstimmig zu singen und wie intensiv die Wirkung eines solchen gemeinsamen Singens sein kann. Bei dem Lied von Katharina Neubronner „Oh lass es dir gutgehn“ schunkelten 200 Menschen im Saal begeistert mit und der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller wirkte sichtlich beeindruckt. Er kommentierte humorvoll, dass Katharina Neubronner mit Ihren Fähigkeiten wohl selbst Eskimos noch Kühlschränke verkaufen könnte.
Die Vorstände hoffen, dass die Patientenfürsprecher nun Singende Krankenhäuser auch in ihren Kliniken bekannt machen und möchten den Kontakt zum Gesundheitsministerium beibehalten – auch in der Hoffnung bald durch Fördermaßnahmen unterstützt zu werden.
Freitag, 20. April 2012
Gemeinschaftshospiz Christophorus in Berlin als 1. Singendes Hospiz Deutschlands am 19.4.2012 zertifiziert

Katharina Neubronner, Carola Fausch, Georg Remmert, Wolfgang Bossinger
Mit festlicher Musik, Ansprachen durch den Geschäftsführer des Gemeinschaftshospizes, Herrn Georg Remmert und die Musiktherapeutin Frau Carola Fausch wurde die Zertifizierung des ersten Singenden Hospizes Deutschlands gefeiert. Den Festvortrag hielt der 1. Vorsitzende von Singende Krankenhäuser Wolfgang Bossinger und das anschließende gemeinsame Singen fand unter Anleitung von Katharina Neubronner, 2. Vorsitzende von Singende Krankenhäuser statt. Unter den Gästen waren Patienten und Mitarbeiter des Hospizes, aber auch des anthroposophischen Klinikverbundes Havelhöhe. Wolfgang Bossinger wies in seinem Vortrag darauf hin, dass Singen zur Bewältigung von Trauer und Schmerz eine der ältesten Praktiken der Menschheit darstellt, wie sich in den interkulturell verbreiteten Klageliedern zeige. Gemeinsames Singen sei aber nicht nur in der Sterbebegleitung tröstlich, sondern könne auch Angehörigen und Mitarbeitern helfen Abschied und Tod zu verarbeiten und wieder in Kontakt mit Ressourcen und Lebensfreude zu kommen.
